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Leseprobe - Das Geheimnis der Prophezeiung - 2. Teil

Der Circus Maximus war das größte jemals erbaute Stadion und Austragungsort unzähliger Wagenrennen. In Filmen wie ›Ben Hur‹, hat Hollywood die Rennen aber keinesfalls korrekt dargestellt. Wie es in der Arena wirklich zuging, was für ein Aufwand betrieben wurde und welche Regeln galten, davon wird euch die Leseprobe einen kleinen Eindruck vermitteln.

Birk, der zusammen mit dem Expeditionsleiter im Circus weilt, gerät dabei an einen Mann, der vor allem am Geld der anderer Besucher Gefallen findet.

Die Zuschauer rissen die Arme in die Höhe und begrüßten mit einem lang anhaltendenden Beifall die Pompa circensis. Der festliche Umzug ging den Rennen stets voraus und wurde von mehreren Liktoren angeführt. Hinter ihnen marschierten einige Jünglinge, die bei dieser Gelegenheit besonders geehrt wurden. Den jungen Männern stand der Militärdienst bevor, weshalb sie die Stadt bald verlassen würden. Dann folgten die Wagenlenker mit jeweils einem ihrer Pferde, denen sich wiederum einige Athleten und Tänzer anschlossen. Nach dem Chor und den Hornbläsern betraten die Silenen das Stadion. Schließlich wurden die Opfergaben in die Arena gebracht und hinter ihnen rollten auf verzierten Wagen die Kultbilder und Attribute der Götter in das Oval. Birk entdeckte neben der Eule für die Minerva auch den Blitz des Jupiter und filmte die Pompa besonders sorgfältig. Am Ende des Umzuges folgten die Priester, welche den Kuchen, Früchte und Weihrauch opferten. Unterdessen waren die Kultbilder auf die Spina gebracht worden und etwa siebzig Helfer verteilten sich in dem weiten Rund. Damit konnten die Rennen endlich beginnen.

»Da seht, Gnaeus Papirius Carbo eröffnet den Renntag.« Eine Frau, die nur zwei Reihen unter Birk saß, sprang auf und jubelte dem Mann zu. Dass der Konsul des Vorjahres in Rom weilte, wo doch Sulla mit seinem Heer bei Capua stand und sich die Lage der Popularen zunehmend verschlechterte, wunderte Birk. Aber vielleicht ging es dem Mann auch nur darum, das Volk bei Laune zu halten.

»Was ist mit dir? Möchtest du eine Wette wagen?« Den Mann neben Cardoso hielt es vor Aufregung nicht mehr auf seinem Sitzplatz.

Der Spanier lehnte freundlich ab, was aber seinen hitzigen Nachbarn nicht dazu brachte, ihn in Ruhe zu lassen.

»Nicht doch, ein Rennen ohne Wette ist wie ein Schweinebraten ohne Fischlake. Wie soll man Feuer fangen, wenn einem der Ausgang des Wettstreits egal ist?«

Birk hatte unterdessen andere Zuschauer belauscht, die vor allem einem gewissen Titus den Sieg zutrauten. Zwar wurde mit Marcus noch ein weiterer Name gehandelt, doch diesem sagte man nach, zu wenig Rennerfahrung zu besitzen.

»Ich würde einige Sesterze setzen.« Birk besaß sofort die volle Aufmerksamkeit von Cardosos Sitznachbarn. »Marcus wird bestimmt gewinnen.«

»Wunderbar. Da du noch recht unerfahren bist, möchte ich dich nicht übervorteilen. Deshalb schlage ich einen Einsatz von nur einhundert Sesterze vor und setze auf Titus.«

Der Mann notierte die Wette auf einer Wachstafel und Birk richtete seinen Blick auf die Startboxen.

»Du bist wahnsinnig«, raunte ihm Cardoso ins Ohr. »Wir sind nicht hier, um solchen Leuten unser Geld hinterherzuwerfen.«

»Hier wetten fast alle und wir sollten darauf achten, nicht aufzufallen.« In stiller Freude darüber, den Spanier überrumpelt zu haben, rieb sich Birk die Hände.

Wieder schepperten die Cornua durch das weite Areal. Acht Hortatores stürmten auf die Rennbahn und nahmen an der äußeren Seite der Strecke Aufstellung. Zugleich brandete Jubel auf und die Blicke der Zuschauer richteten sich auf die Ehrenplätze. Carbo trat mit einer Mappa in der Hand an den Rand der Tribüne, grüßte das Publikum würdevoll und wartete so lange, bis sich der Jubel noch einmal steigerte. Dann aber schwenkte er das Tuch und ließ es endlich auf die Rennbahn fallen. Im nächsten Augenblick sprangen die Tore der Carceres auf und die Wagen schossen in das Oval.

Das Publikum verfolgte den Start mit hemmungsloser Begeisterung. Die Gespanne hielten sich zuerst innerhalb ihrer Startbahnen, drängten dann aber schnell nach innen, um sich die günstigste Position zu sichern.

Cardosos Sitznachbar, der einem Jo-Jo gleich ständig umhersprang, geriet völlig außer sich. Birk benötigte einige Sekunden, bis er begriff, was den Mann in so helle Aufregung versetzte. Die ersten Starter hatten das Ende der Spina bereits erreicht, als ein weiterer Wagen aus der Startbox fuhr.

»Was ist los? Ist dieser wahnsinnige Titus von Somnus überwältigt worden?« Mit überschnappender Stimme streckte der Jo-Jo-Mann seine Arme flehentlich dem Himmel entgegen.

Schadenfroh lachte Birk in sich hinein und versuchte herauszufinden, an welcher Stelle des Feldes sich Marcus eingeordnet hatte. Er gehörte dem blauen Rennstall an, von dem zwei Fahrer unterwegs waren. Nachdem die Wagen die enge Kurve um die Spina genommen hatten, erfuhr er durch die Rufe anderer Zuschauer, dass Marcus auf dem zweiten Platz lag. Die nächste Wendeschleife nahm der Wagenlenker in einem weiten Bogen und verlor dadurch einige Meter auf den Spitzenreiter. Dafür bog er aber mit einem wesentlich höheren Tempo auf die gerade Strecke ein. Unter den wilden Anfeuerungsrufen des Publikums setzte er sich an die Spitze des Feldes. Noch vor der nächsten Kehrtwende zog der junge Mann nach innen und versperrte damit seinem Konkurrenten den Weg an die Spitze.

Ab der dritten Runde spritzten die Sparsores aus kleinen Amphoren Wasser auf die vorbeifahrenden Gespanne. Zugleich zeichnete sich immer deutlicher ab, dass Marcus die besten Pferde besaß. Mit jeder Runde gelang es ihm, den Vorsprung auf seine unmittelbaren Verfolger auszubauen. Titus kämpfte sich unterdessen an das Feld heran, was aber nichts daran änderte, dass er zu den geschlagenen Rennfahrern zählte. Ohne in Gefahr zu geraten, fuhr Marcus schließlich als Erster über die Ziellinie.

Der Jo-Jo-Mann schlug verärgert die Wachstafel verärgert auf.

»Möge Proserpina diesen Titus holen. Wegen ihm habe ich sämtliche Wetten verloren. Zum Glück hat der Tag erst begonnen und ich werde noch reichlich Gelegenheit haben, meine Verluste auszugleichen.« Missmutig reichte er Birk den Gewinn. »Was hältst du davon, den Einsatz zu erhöhen?«

»Lass mir etwas Zeit, ich denke darüber nach.« Tatsächlich fand Birk langsam Gefallen an den Wetten und beobachtete, wie Marcus zu den Ehrenplätzen geleitet wurde. Dort setzte man ihm zum Zeichen des Sieges einen Kranz auf den Kopf. Zudem erhielt er einen Palmenzweig und einen kleinen Beutel, in dem sich das Preisgeld befand. Carbo breitete gönnerhaft die Arme aus und ließ sich gemeinsam mit dem Sieger bejubeln. Zum Abschluss der Zeremonie absolvierte Marcus in seinem Wagen noch eine Ehrenrunde, während der die Ausrufer unentwegt seinen Namen und den des Führungspferdes riefen. Als der Wagenlenker endlich die Rennbahn verlassen hatte, eilten die Helfer umher, glätteten den Sand, und zogen die Linien im Startbereich nach.

Im darauffolgenden Rennen gingen vier Quadrigae an den Start, die um das Preisgeld von zehntausend Sesterze wetteifern sollten. Birk verweigerte sich dem Drängen des Jo-Jo-Mannes nicht und willigte zum Unmut Cardosos in eine weitere Wette ein. Ohne einen besonderen Tipp erhalten zu haben, setzte er zweihundert Sesterze auf einen Fahrer namens Scopus.

»Hah, die Pferde dieses Kerls laufen langsamer als die Gänse der Juno«, bejubelte der Jo-Jo-Mann Birks Entscheidung. »Ich setzte auf Claitus. Wie er einen Wagen durch das dickste Getümmel zu lenken vermag, macht ihm so leicht niemand nach.«

Kurz darauf flogen erneut die Tore der Startboxen auf. Das Publikum schrie sich die Seele aus dem Leib und diesmal verlief das Rennen spannender. Nur geschützt von einem ledernen Helm, dem farbigen Pannus und den Stoffbinden um Knie und Waden zeigten die Wagenlenker waghalsige Überholmanöver. Einige Fahrer versuchten sogar, ihre Gegner an die Spina zu drängen, was die Stimmung auf den Rängen zusätzlich anheizte. In der dritten Runde setzte sich Claitus an die Spitze und trieb seine Pferde weiter an. Zwar vermochte sich Scopus hinter ihm einzureihen, doch der Vorsprung seines Rivalen wuchs unter dem Jubel des Jo-Jo-Mannes unaufhaltsam an. Birks Favorit musste sich unterdessen sogar mehrmals gegen einige Überholmanöver zur Wehr setzen. Schließlich gelang es ihm, sich von den Verfolgern abzusetzen. Doch als Claitus in der letzten Runde an Birk vorbeiraste, zweifelte niemand mehr an seinem Sieg.

»Ja! Ja! Nur noch einmal um die Kurve.« Cardosos Nachbar sprang wie von einer unsichtbaren Feder angetrieben auf und ab.

Birk beobachtete amüsiert, wie der Mann schreiend die Fäuste nach oben reckte und dabei über das ganze Gesicht strahlte. Doch dann wurden seine Sprünge immer kleiner und die Stimme hörte auf, sich zu überschlagen. »Was ist das?« Vor Entsetzen schienen dem Mann die Augen aus den Höhlen zu treten.

Erst jetzt sah Birk, dass sich das rechte Rad von Claitus’ Rennwagen gelöst hatte und einsam über die Bahn rollte. Der Wagen kippte zur Seite und wurde von den Pferden durch den Sand geschleift. Es sprach für das Können des verunglückten Rennfahrers, dass er es schaffte, die Quadriga nach außen zu steuern, um sich damit aus der Fahrspur der nachfolgenden Gespanne zu bringen. Dann aber riss es den leicht gebauten Wagen auseinander und Claitus wurde von den Pferden über den Boden der Arena geschleift. Wie alle Wagenlenker hatte auch er sich die Zügel um die Hüften geschlungen, was ihm jetzt zum Verhängnis zu werden drohte. Doch bereits nach wenigen Metern hatte er ein Messer in der Hand und kappte die Riemen. Claitus überschlug sich mehrmals und blieb schließlich im Sand der Rennbahn liegen. Sofort eilten einige Helfer zu dem verunglückten Mann, aber noch bevor sie ihn erreichten, sprang er wieder auf und brachte sich an der äußeren Mauer in Sicherheit. Die Hortatores warnten unterdessen die folgenden Gespanne mit erhobenen Armen vor den Trümmerteilen, die auf der Rennbahn lagen. Tatsächlich wichen die übrigen Wagenlenker den Trümmern so gut wie möglich aus und vermochten die Unglücksstelle unbeschadet zu passieren.

»Das kann nicht sein! Das kann nicht sein!« Der Jo-Jo-Mann schien nicht glauben zu wollen, was vor seinen Augen geschehen war. »Bei den Göttern, ich habe schon wieder verloren.«

»Und ich habe schon wieder gewonnen«, sagte Birk. »Victoria lächelt immer dem zu, der es sich am meisten verdient.«

»Victoria? Ich glaube vielmehr, dass dir eher Fortuna geneigt ist.« Widerwillig reichte ihm der Mann den Gewinn.

Unterdessen lasen einige Helfer die Trümmer von der Rennbahn und geleiteten Claitus aus der Arena. Schließlich wurde das nächste Rennen angesagt, bei dem zwölf Wagen mit jeweils sechs Pferden starten sollten.

»Auf wen setzt du?« Dem Jo-Jo-Mann waren die Revanchegelüste anzusehen. »Ich setze sechshundert Sesterze auf Octavus. Aber diesmal wetten wir darauf, wer vor dem anderen ins Ziel kommt, egal ob er das Rennen gewinnt oder nicht.«

Birk hatte sich bereits umgehört und erfahren, dass Octavus ein sicherer Tipp war, während der junge Rufus als Außenseiter galt. »Ich nehme die Wette an, aber nur auf dreihundert Sesterze. Rufus wird bestimmt vor Octavus ins Ziel kommen.«

»Ein guter Tipp.« Der Mann war nicht nur ein leidenschaftlicher Spieler, sondern auch ein schlechter Heuchler.

»Wir wollen schließlich für einen gerechten Ausgleich sorgen«, raunte Birk Cardoso zu, als dieser ihm einen strafenden Blick zuwarf.

Einige Minute später rasten die Wagen wieder durch die Arena. Der schnelle Lauf der Tiere ließ den Eindruck entstehen, dass ihre Hufe den Boden kaum berührten. Begleitet von den Hortatores jagten die Gespanne durch den Circus, während der Tumult auf den Zuschauerrängen zunahm. Nach der Hälfte des Rennens drückte ein Fahrer der blauen Partei einen Wagen der Grünen gegen die Spina. Er hatte den Spitzenfahrer der Blauen lange behindert, so dass dessen Helfer mit brachialer Gewalt eingriffen. Bei dem Manöver gingen zwar beide Rennwagen zu Bruch, doch der Favorit des blauen Teams wich den Trümmern aus und konnte nun zur Verfolgung der zwei Spitzenreiter ansetzen.

»Octavus führt und Rufus liegt bereits eine halbe Runde zurück«, frohlockte der Jo-Jo-Mann. »Selbst eine mir über gesinnte Fortuna vermag nicht so viele Räder abspringen zu lassen, dass ich jetzt wieder verlieren.«

»Wie es scheint, liegst du diesmal mit deiner Wette richtig.« Birk musste fast schreien, um sich in dem Tumult verständlich zu machen.

»Was auch sonst?« Der Mann jauchzte vor Freude. »Ich verpasse keinen Renntag und – o – o – nein!«

Octavus verlor die Kontrolle über sein Gespann und überschlug sich mit dem Wagen mehrfach.

Birk wollte gerade eine vorwitzige Bemerkung machen, als er plötzlich Nevio entdeckte. Völlig verschwitzt und mit hochrotem Kopf berührte der Sklave Cardoso an der Schulter.

»Was machst du denn noch hier?«, herrschte ihn der Spanier an.

»Herr, deine Tochter, die ehrenwerte Flavia Flaminia, hat mich beauftragt, euch zu sagen, dass ihr dringend zurückkommen sollt.«

»Warum das?« Cardoso wirkte leicht irritiert.

»Bitte, Herr, bestraft mich nicht. Meine Schuld besteht nur darin, dass ich den Auftrag erhalten habe, schlechte Nachrichten zu überbringen. Es hat ein schlimmes Unglück gegeben.« Nevios Blick erinnerte Birk an einen bettelnden Dackel.

»Wovon redest du, Sklave?« Cardoso nervte es sichtbar, dass der Koch wie ein schuldbewusster Schüler herumdruckste.

»Ich spreche von Sextus Cornelius. Der Ädil hat ihn ins Tullianum bringen lassen.«

Lovelybooks Leserunde:

"Insgesamt ein toller Roman. Man bemerkt, dass ihm eine umfassende Recherchearbeit zugrunde liegt. Das fundierte Wissen zur römischen Vergangenheit bettet Pelle Gernot in eine spannende Geschichte ein, die einen so schnell nicht mehr loslässt. Eine Zeitreise, die noch so manchen Leser in den Bann ziehen wird!"

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Der Circus Maximus heute. Die Hänge lassen erahnen, dass in der Antike über 300.000 Zuschauer Platz fanden.

Lovelybooks Leserunde:

"Ich war eigentlich etwas skeptisch, was diese Mischung betrifft, aber der Autor hat es geschafft durch eine Zeitreise, die aus einem SF-Roman hätte kommen können, und durch hervorragende Recherche einen sehr spannenden Roman über das antike Rom zu schreiben. Man kann die Straßen, die Landschaft und die Menschen förmlich vor sich entstehen sehen, so detailreich wird die Expedition beschrieben, welche Birk und seine Kollegen in die Vergangenheit befördert."

Limericks

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Viele Jahrhunderte lang wurde vermutet, dass von den Aufbauten nichts erhalten geblieben ist. Erst vor recht kurzer Zeit sind die Archäologen fündig geworden und legen seitdem die erhalten gebliebenen Grundmauern frei.

Lovelybooks Leserunde:

"Durch die gute Mischung aus Wissensvermittlung, spannenden Elementen und einzigartigen Charakteren macht dieses Buch Spaß zum Lesen."

Ostseekind92

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Blick durch den Circus. Der Weg markiert den Standort der Spina.

Glossar

 

Ädil

Ein niederer Beamter. Im Jahr 83 v. Chr. gab es vier Ädile, denen neben der Aufsicht der Tempelanlagen, der Spiele, Thermen, Bordelle und Aquädukte auch geringe polizeiähnliche Aufgaben oblagen.

Cornu

Ein weit gebogenes Blasinstrument.

Capua

Eine Stadt, etwa 150 Kilometer südlich von Rom gelegen.

Carceres

Die Startboxen im Circus Maximus.

Fischlake

Die universelle Speisewürze der Antike, auch Garum genannt.

Gnaeus Papirius Carbo

Er war Konsul des Jahres 85 v.Chr.

Hortatores

Reiter, welche die Wagen begleiteten und den Wagenlenkern Hinweise auf mögliche Gefahrenstellen gaben.

Konsul

Der oberste Beamte der römischen Republik. Er wurde auf Zeit gewählt.

Liktoren

Liktoren waren erst die Leibwache des Königs, später wurden sie Amtsdiener, die als Würdenträger auch den Vestalinnen voranschritten. Sie trugen ein Rutenbündel (fasces) über der linken Schulter, in dem sich außerhalb der Stadt ein Beil befand, welches nur mit der Schneide aus dem Bündel ragte. In der Stadt blieb das Bündel ohne Beil.

Mappa

Die Startflagge.

Pannus

Trikot der Fahrer, welches immer in den Farben des Rennstalles gehalten wurde.

Pompa circensis

Prozession; festlicher  Festzug.

Quadrigae

Viergespanne.

Rennstall

Es gab vier Rennställe, die stets die gleiche Anzahl Gespanne an den Start brachten. Es starteten also immer vier, acht oder zwölf Wagen.

Silenen

Nachahmung der Satyre.

Sparsores

Junge Burschen, die während des Rennens Pferde und Wagenlenker mit Wasser erfrischten.

Spina

Trennwand, später eine Mauer, um welche die Wagen fuhren. Sie war etwa 214 Meter lang.

Sulla

Römischer Feldherr und spätere Diktator.

Tullianum

Das Staatsgefängnis der Römer.

Kleines Götterlexikon

Fortuna

Göttin des Glücks.

Juno

Göttin der Geburt, der Ehe und Fürsorge, römische Entsprechung der griechischen Göttin Hera.

Jupiter

Der oberste Gott der Römer; Entsprechung des griechischen Gottes Zeus.

Minerva

Schutzgöttin der Handwerker, römische Entsprechung der griechischen Göttin Athene.

Proserpina

Göttin der Unterwelt.

Somnus

Gott des Schlafes - römische Entsprechung des griechischen Gottes Morpheus.

Victoria

Göttin des Sieges, vergleichbar mit der griechischen Göttin Nike.